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  • Begriffe aus Steuer, Finanz und Wirtschaft
Begriff Definition
Firmenwert

Beim Firmenwert (auch als "Goodwill" bezeichnet) handelt es sich um die Bezeichnung für einen immateriellen Vermögensposten im bilanzierenden Unternehmen. Dabei werden der derivative Firmenwert (bei Unternehmenskauf durch entgeltlichewertn Erwerb von anderen Unternehmen oder Unternehmensteilen) und der selbst geschaffene Firmenwert durch Höherbewertung des eigenen Unternehmens (originärer Firmenwert) unterschieden. Der steuerlich anerkannte wird durch Unterschiedsbetrag von Verkaufspreis - Reinvermögen (Aktiva minus Schulden) ermittelt und ist danach auf 15 Jahre über die Firmenwertabschreibung absetzbar.

Fremdwährungskredit

Beim Fremdwährungskredit handelt es sich um einen Kredit, der in einer anderen als der eigenen Währung aufgenommen wird. Im Unterschied zu einem Kredit in der eigenen Währung besteht dabei die Möglichkeit, dass sich die Schuld durch Wechselkursveränderungen vergrößert oder verkleinert. Seit 2010 wurde durch die Finanzmarktaufsicht eine Regelung eingeführt, die die Aufnahme jedoch weitgehend verbietet bzw. erschwert.

FSVG

Selbständige Apotheker sind nach dem Sozial-versicherungsgesetz der freiberuflich selbständig Erwerbstätigen (FSVG) in der Pensions-versicherung pensionsversichert. Gleichzeitig besteht eine Verpflichtung zum Abschluss einer Krankenversicherung, wobei hier eine Wahlmöglichkeit gegeben ist.

 

Gehaltskasse

Die Pharmazeutische Gehaltskasse ist für Bemessung und Auszahlung der Gehälter der angestellten Pharmazeuten in öffentlichen Apotheken verantwortlich. Außerdem erfolgt die Verrechnung der Apotheke mit den Sozialversicherungsträgern über die GHK. Des Weiteren kümmert sich die GHK um soziale Belange (z.B.: Stellenvermittlung) von Pharmazeuten.

Geldfluss

Der Geldfluss (englisch: Cash-Flow) errechnet sich durch die Differenz zwischen Einzahlungen und Auszahlungen innerhalb einer Periode (z.B.: Wirtschaftsjahr). Es werden beispielsweise unbare Aufwendungen (wo kein "Geld fließt",z.B.: Abschreibung) nicht berücksichtigt. Es wird durch eine Geldflussrechnung festgestellt wofür in einer Periode Geld geflossen ist (z.B. für Investitionen, für Auszahlungen an Gesellschafter oder für das alltägliche Geschäft).

GmbH - "Light"

Die Gründung einer Gmbh "light" wird vermutlich ab Juli 2013 möglich sein und man benötigt EUR 10.000 Stammkapital (früher 35.000 Stammkapital). Des Weiteren wird dadaurch die Mindest Köst auf 500 EUR pro Jahr reduziert (früher 1.750 EUR).

Handelsspanne

Die Handelsspanne ist die Differenz zwischen Einstands- (Einkaufspreis bereinigt um Preisnachlässe und Bezugskosten) und Verkaufspreisen der abgesetzten Waren eines Handelsbetriebes (Einzelhandel, Großhandel), mit der die Handlungskosten gedeckt und Gewinne erzielt werden sollen.

Hausapotheke

Eine ärztliche Hausapotheke ist eine von einem Arzt geführte Apotheke, welcher Medikamente neben der Verschreibung auch verkaufen darf (unterliegt dabei selber Preisfestsetzung und Richtlinien wie öffentliche Apotheken). Als Voraussetzung für die Neugründung darf in der Nähe keine öffentliche Apotheke vorhanden sein und die Konzession ist zeitlich beschränkt.

Hochpreiser

Hochpreiser sind Arzneitmittel mit einem Einkaufswert über 200 EUR. Diese weisen nur geringe Margen aus.

Internes Kontrollsystem

Ein Internes Kontrollsystem (IKS) besteht aus systematisch gestalteten organisatorischen Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen zur Einhaltung von Richtlinien und zur Abwehr von Schäden, die durch das eigene Personal oder böswillige Dritte verursacht werden können. Die Kontrollen können sowohl prozessunabhängig, beispielsweise durch die Interne Revision, als auch prozessabhängig durchgeführt werden.

Kassenrichtlinie

Die Kassenrichtlinie dient dazu, die Ordnungsmäßigkeit von Kassensystemen zu überprüfen bzw. als Fundament für eine einheitliche Verwaltungspraxis. In der Kassenrichtlinie werden die Rahmenbedingungen für verschiedene Arten von Kassensystem genau beschrieben sowie welche Kriterien für eine rechtskonforme Handhabe erfüllt sein müssen.

Kaufpreisrente

Die Kaufpreisrente stellt im Wesentlichen den Gegenwert für die Übertragung eines Teil- oder ganzen Betriebes bzw. eines Mitunternehmeranteils dar, sofern der ermittelte Rentenbarwert zwischen 75% und 125% des übertragenen Betriebsvermögens liegt.

Kennzahlen

Kennzahlen dienen für Unternehmen zur Beurteilung von Unternehmen und helfen bei der Entscheidungungsfindung bzw. dienen sie zur Problemerkennung. Sind beispielsweise beim Betriebsvergleich (siehe Link) besonders gut anwendbar.

Konzession

Die Konzession für den Betrieb einer Apotheke stellt ein firmenwertähnliches Wirtschaftsgut dar, das aber keiner Abnutzung unterliegt. Denn anders als bei sonstigen Unternehmen kommt es bei Apotheken auf Grund der Konzession zu einer weit gehenden Sicherung des laufenden Umsatzes.

Krankenversicherung

In Österreich gibt es zwei Arten von Krankenversicherungen. Einerseits die Pflichtversicherung (staatlich, nicht gewinnorientiert), andererseits die freiwillige Zusatz- oder Privatversicherung (von privaten Unternehmen). Gesetzliche Regelung für Arbeitnehmer ist das ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz) und für Selbstständige das GSVG (Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz).

Krise

Für das Wort Krise gibt es keine verbindliche Definition. Sie ist aber ein gefährdender Zustand in Unternehmen und es wird oft zwischen drei Arten unterschieden: Strategische Krise (langfristige), Ertragskrise (mittelfristig) und Liquiditätskrise.

Kurzfristige Erfolgsrechnung

Die kurzfristige Erfolgsrechnung (abgekürzt KERF) wird für die Analyse eines Unternehmens verwendet.

Liebhaberei

Unter Liebhaberei versteht man Tätigkeiten eines Steuerpflichtigen, die ohne Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt werden. Damit sind Ausgaben im Zusammenhang dieser Tätigkeit nicht absetzbar.

Lohnsteuer

Arbeitnehmer und Pensionisten müssen Lohnsteuer entrichten, Selbständige zahlen Einkommensteuer. Die Lohnsteuer unterscheidet sich von der Einkommensteuer lediglich in ihrer Erhebungsform. Die Lohnsteuer wird vom Arbeitgeber einbehalten und an das Finanzamt abgeführt . Der Steuertarif ist grundsätzlich gleich.

Mantelkauf

Wenn wirtschaftlich inaktive Gesellschaften, welche mehr oder weniger vermögenslos sind (es liegt nur mehr der "Mantel vor") verkauft werden, spricht man oft von Mantelkäufen. Der Mantelkauf kann sinnvoll sein, wenn eine durch Verluste wertlos gewordene Gesellschaft durch die Verwertung der vorhandenen Verlustvorträge zu einer Steuerersparnis führt.

Medianapotheke

Die Medianapotheke bildet die "durschnittliche Apotheke" ab. Der Gesamtumsatz beträgt EUR 2,544 Mio. Davon entfallen EUR 0,808 Mio. (32 %) auf den Privatumsatz und EUR 1,736 Mio. (68%) auf den Krankenkassenumsatz.

Negatives Eigenkapital

Negatives Eigenkapital entsteht, wenn die Schulden höher sind als das Vermögen des Unternehmens. Es muss aber nicht zwangsweise eine Gefährdung des Fortbestands eines Unternehmens vorliegen.

Normalwert

Der Normalwert ist dann beim Verkauf anzusetzen, wenn das Entgelt aus außerbetrieblichen Motiven (familiäre Nahebeziehungen, Arbeitgeber-, Arbeitnehmerverhältnis usw.) vom Normalwert abweicht (unter dem Preis den ein "unabhängiger Dritter" zahlen hätte müssen). Dieser Normalwert dient dann als Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer.

Online Apotheke

Der Onlinehandel ist für österreichische Apotheken ab 2014 erlaubt. Ausländische Unternehmen dürfen schon vorher rezeptfreie Arzneimittel ins Inland versenden.

OTC Produkte

"Over the counter"-Produkte (abgekürzt: OTC) sind Medikamente, die ohne Rezept erworben werden können.

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